Calls for Transfer, News

Kinder- und Jugendarbeit in Corona-Zeiten: Publikation zu erfolgreichem C4T-Projekt ist erschienen

Am 16. Mai 2022 ist das Open-Access e-Book Offene Kinder- und Jugendarbeit in Corona–Zeiten im Barbara Budrich Verlag veröffentlicht worden. Die Publikation befasst sich mit den Auswirkungen der Pandemie auf das Arbeitsumfeld von Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Die Veröffentlichung ist das Ergebnis eines von Prof. Dr. Gunda Voigts geleiteten Forschungsprojektes, das durch das Förderprogramm Calls for Transfer (C4T) ermöglicht wurde.

Von Digitalisierung, über Inklusion bis hin zu erschwerter Beziehungsarbeit: Seit Beginn der Corona-Pandemie wird die Offene Kinder- und Jugendarbeit mit vielfältigen Einschränkungen und Herausforderungen konfrontiert. Gundula Voigts, Professorin für Theorie und Praxis der (offenen) Kinder- und Jugendarbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), untersuchte auf Basis wissenschaftlicher Erhebungen die notwendigen, praxisrelevanten Neuerungen ihres Fachgebietes in Zeiten der Corona-Pandemie.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden in der aktuellen Publikation in Form von konkreten Handlungsempfehlungen für das Arbeitsfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, für politische Gremien sowie für die Öffentlichkeit in Hamburg vorgestellt. Durch die Aufnahme in das Förderprogramm Calls for Transfer (C4T), das den Wissens- und Technologietransfer stärkt, wurde die von Professorin Voigts geleitete Studie ermöglicht. Daneben wurde die Publikation durch den Open-Access-Publikationsfonds der HAW Hamburg als frei zugängliches e-Book gefördert.

Herausforderungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Corona–Zeiten

Der Fachbereich Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein Teilbereich der professionellen Sozialen Arbeit. Die vielfältigen Angebote an Kinder und Jugendliche verfolgen das Ziel, junge Menschen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit und Mündigkeit zu begleiten. Durch den kostenfreien, niedrigschwelligen Zugang erfüllt die Offene Kinder- und Jugendarbeit einen sozialpolitischen, pädagogischen uns soziokulturellen Auftrag, der weder an finanzielle Mittel, noch besondere Zugangsvoraussetzungen gebunden ist.

In ihrer aktuellen Publikation geht Professorin Voigts auf coronabedingte Schwierigkeiten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ein und leitet auf Basis verschiedener empirischer Methoden 15 praktische Handlungsempfehlungen ab, die neue Perspektiven aufzeigen – auch über die Grenzen Hamburgs hinaus. Hierfür haben sich nicht nur Fachkräfte aus 96 Hamburger Einrichtungen an mehreren Befragungen beteiligt, sondern es sind auch 264 Teilnehmende aus Fachämtern, Behörden, Fach- und Wohlfahrtsverbänden, aus Schulen und Hochschulen und benachbarten Arbeits- und Handlungsfeldern bei insgesamt vier praxisnahen Fachdiskursen erschienen. Auf diese Weise konnten Herausforderungen für die Offene Kinder- und Jugendarbeit empirisch erarbeitet werden, die sich unter anderem in sogenannten Zielkonflikten widerspiegeln: Beispielsweise verursachten pandemiebedingte Schließungen von Orten der Begegnung und der Begleitung das Problem für Institutionen, auch in Zeiten des Lockdowns ein niedrigschwelliger Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche zu sein.

Förderprogramm Calls for Transfer ermöglicht Realisierung von wissenschaftlicher Studie

Durch die Aufnahme des Forschungsprojektes Kinder- und Jugendarbeit in Corona-Zeiten: Ein Forschungstransferprojekt zu aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg in das Förderprogramm Calls for Transfer (C4T) wurde die Realisierung der Studie ermöglicht.

Das Förderprogramm C4T steht allen Disziplinen der Hamburger Hochschulen offen gegenüber und unterstützt als Initialzündung wissenschaftliche Ideen und Forschungsansätze bei ihrer praktischen Realisierung. Aktuell läuft das Auswahlverfahren der bereits siebten Runde des Förderprogramms, die Bewerbungsfrist zum achten Call startet im Herbst 2022.

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Kontakt
Mail: calls4transfer@hamburginnovation.de
Ansprechpartnerinnen Calls for Transfer
Mareike Post
Projektleitung der Fördermaßnahme „Calls for Transfer“
Hamburg Innovation GmbH
Telefon: +49 40 76629-3153
E-Mail: post@hamburginnovation.de
Katja Vogler
Projektassistentin Fördermaßnahme „Calls for Transfer“
Hamburg Innovation GmbH
Telefon: +49 40 76629-3158
E-Mail: vogler@hamburginnovation.de

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