Hamburg ist mit im Rennen um eine Fördermaßnahme des Bundes zur Stärkung der Gründungskultur

Die erste Hürde ist genommen: Ein Verbund der Hamburger Hochschulen hat sich erfolgreich um die Teilnahme am Programm zur Förderung der Gründungskultur beworben und darf nun einen ausführlichen Antrag einreichen. Das Programm „EXIST-Potentiale“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie möchte Impulse für eine Umsetzung gründungsfördernder Maßnahmen auf breiter Ebene zu setzen. Der Förderantrag für gründungsunterstützenden Strukturen in der Metropolregion Hamburg wird nun von den Hochschulen konkret ausgearbeitet und beim Bundesministerium im August eingereicht.

Mit „EXIST-Potentiale“ sollen mit Bundesmitteln die in den vergangenen Jahren entstandenen Gründungsnetzwerke an Hochschulen weiter entwickeln und nun vorrangig kleine und mittlere Hochschulen unterstützt werden, die bislang noch keine EXIST-Förderung in Anspruch genommen haben.

Ziel der Maßnahme ist die Implementierung einer wahrnehmbaren und aktivierenden Gründungskultur an Hochschulen sowie die Schaffung notwendiger Rahmenbedingungen für innovative und wachstumsstarke Start-ups aus der Wissenschaft, um mittelfristig in der Region zukunftssichere Arbeitsplätze schaffen.

„EXIST-Potentiale“ wendet sich daher an alle Hochschulen in Deutschland, die gezielt Potentiale in der Gründungsunterstützung nachhaltig erschließen und nutzbar machen möchten. Die Programmlinie von EXIST unterstützt Hochschulen in drei thematischen Schwerpunkten:

  • Nachhaltige Qualifizierung als Gründerhochschule
  • Entwicklung zum Koordinator eines regionalen Start-up-Netzwerks innerhalb eines Zusammenschlusses zur Gründungsunterstützung
  • Profilierung im internationalen Wettbewerb als Gründerhochschule

Die Metropolregion Hamburg ist nachweislich eine der gründungsstärksten Regionen in Deutschland – mit weiterem, deutlichem Wachstumspotenzial. Dieser Wirtschaftsraum steht vor der Herausforderung, die Entwicklungspotenziale stets übergreifend über mehrere Bundesländer adressieren zu müssen. Dies gilt in besonderem Maße auch für Wissenstransferleistungen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Wesentliche Quelle für wissens- und technologiebasierte Gründungen sind die 25 Hochschulen in öffentlich-rechtlicher, privater und anderer Trägerschaft sowie die 38 außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Hamburg und die 5 Hochschulen und 12 Forschungsinstitute in den angrenzenden Landkreisen. Hinzu kommt ein ausgeprägtes Ökosystem von Intermediären, Dienstleistern und Unternehmen – vom lokalen KMU bis zum Global Player.

Das beabsichtigte Verbundvorhaben in der Förderlinie „Regional vernetzen“ hat zum Ziel, die oben genannten Akteure noch stärker und vor allem disziplin-, branchen- und grenzüberschreitend zu vernetzen, Synergien zu identifizieren und gemeinsame Formate der Zusammenarbeit zu entwickeln. Drei strukturierte Themen stehen dabei im Fokus: Qualifizierung, Teambildung und Bindung zur etablierten Wirtschaft. Im Ergebnis sollen nicht nur die reine Zahl der Startups und Existenzgründungen steigen, sondern auch deren Entwicklung und Wachstum beschleunigt sowie Überlebensfähigkeit erhöht werden. Dies trägt nicht nur zur Stärkung des regionalen Wirtschaftsraumes, sondern auch zur Stärkung unternehmerischen Denkens innerhalb von Hochschule und Forschung bei. Es sollen „Sciencepreneure“ aktiviert und gestärkt werden.

Am Förderantrag werden sich Partner aus der Metropolregion beteiligen, mit dabei sind die Stadt Hamburg sowie die angrenzenden Landkreise in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Entsprechend setzt sich der Hochschulverbund für diesen Antrag zusammen, der durch die Technische Universität Hamburg (TUHH) koordiniert wird. Weitere Partner aus Hamburg sind die Universität Hamburg (UHH) und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) sowie die Helmut-Schmidt-Universität (HSU). Verbundpartner aus Niedersachsen ist die Leuphana Universität Lüneburg (Leuphana) und aus Schleswig-Holstein die Fachhochschule Wedel (FHW).

Die operative Zusammenarbeit im Verbund soll durch die Hamburg Innovation GmbH (HI) unterstützt werden, die als Schwestergesellschaft der Tutech Innovation GmbH (Tutech) für die Unterstützung des Wissenstransfers für alle öffentlich-rechtlichen Hochschulen der Stadt verantwortlich zeichnet.

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Nils Neumann
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