„Alexa, spiele meine Lieblingsplaylist!“

Während es vor einiger Zeit noch merkwürdig erschien, mit einem Computer zu sprechen, werden Mensch-Maschine-Interaktionen mittlerweile immer mehr natürlicher Bestandteil unseres Alltags. Neben Smart Speakern wie Amazons Alexa gehören auch textbasierte Chat Bots zu den „Conversational User Interfaces“ (CUI), die innerhalb eines Dialogs mit ihrem Nutzer Anfragen bearbeiten. Diese neue Form der natürlich-sprachigen Interfaces dürfte in naher Zukunft die heute gängigen grafischen Oberflächen zunehmend verdrängen.

Sprechen wir also bald mit unseren Smartphones, anstatt zu Klicken?

Professor Peter Kabel, Experte für Interaction Design an der HAW Hamburg, sagt: „Conversational User Interfaces sind vermutlich das nächste große Phänomen. Diese neue Form der natürlich-sprachigen Interfaces könnten in naher Zukunft die heute gebräuchlichen grafischen Oberflächen in weiten Teilen verdrängen. Das heißt, dass zum Beispiel Apps vermehrt über die Sprache und weniger über das Display gesteuert werden. Wir sprechen also mit unseren Smart Speaker, um zu erfahren, wie das Wetter wird, anstatt die Information in der Wetter-App abzulesen.“

Das Projekt tell-me.io

Das Projekt tell-me.io, das derzeit an der Fakultät Design, Medien und Information der HAW Hamburg durchgeführt wird, erarbeitet neue Einsichten zu diesem Themenfeld. Fokus dabei: die Auswirkungen von Conversational User Interfaces für Marktteilnehmer. Hierfür arbeitet das Projektteam eng mit Partnern aus der Wirtschaft zusammen – mit dabei sind Otto, IBM iX, der NDR und die Agentur LaRed. Gefördert wird das Projekt von der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) der Freien und Hansestadt Hamburg in Unterstützung der Hamburg Innovation GmbH.

Die enge Zusammenarbeit mit Akteuren der Wirtschaft ermöglich ein breites Ausleuchten diverser Fragen: Welche Veränderungen ergeben sich für Marktteilnehmer durch  CUI? Welche Chancen tun sich auf? Welche Bedeutung hat diese Veränderung des User Interfaces für Unternehmen?

Unter anderem werden in Workshops mit den Partnern diese Fragen bearbeitet, indem sich die Teilnehmenden vor allem mit den Konsequenzen für Marktteilnehmer und kulturelle Ökosysteme auseinandersetzen. Wichtige Erkenntnisse werden nach und nach auf der Website www.tell-me.io zugänglich gemacht sowie in ausführlicher Form später in einer Printpublikation veröffentlicht.

Konferenz tell-me days

Die Erkenntnisse aus dem Projekt werden der interessierten Öffentlichkeit im Rahmen einer Konferenz zugänglich gemacht: den tell-me days, die vom 26.-28.6.2019 auf dem Kunst- und Mediencampus Finkenau stattfinden.

An den drei Tagen im Juni werden mehr als 35 Speaker auf dem Mediencampus Finkenau vor Ort sein. Unternehmen und Hochschulen stellen unterschiedliche Perspektiven vor: UX, Technologie, Marketing, Kommunikation, Strategie und Tooling. Dazu wird es neben den Vorträgen auch Hands-on-Workshops, Posterpräsentationen und vieles mehr geben. Die Hands-on-Workshops bieten die Gelegenheit, sich praktisch mit der Planung und Erstellung von natürlichsprachigen Interfaces auseinanderzusetzen. Als praxisorientiertes Konferenzformat bieten die tell-me days Gelegenheit, in das Thema einzusteigen und sich mit Experten und Akteuren auszutauschen

Auf der Website kann man sich nun direkt für die kostenlose Veranstaltung registrieren. Dort gibt es auch erste Einblicke in das spannende tell-me-days-Tagungsprogramm. Nur soviel sei verraten: Unter anderem sind Vertreter von Google, Facebook, Adobe und weiteren prominenten Unternehmen aus Deutschland und den USA, sowie innovativen jungen Unternehmen als Speaker dabei.

Schnell sein lohnt sich! Die Veranstaltung ist zwar kostenlos, die Teilnehmerzahl ist allerdings limitiert.

Flyer der Veranstaltung: PDF-Download