Cross Innovation Conference 2020
Wie lassen sich nicht-technische Innovationen messen?
Wenn es um die Verwirklichung neuer Ideen und den Anspruch an nachhaltige Veränderungen geht, stehen meist technologische Innovationen im Vordergrund. Denn der Outcome technischer Entwicklungen ist größtenteils klar nachvollziehbar: Die Ergebnisse innovativer Lösungen sowie deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft werden dadurch nicht nur messbar, sondern auch spielend leicht sichtbar. Doch ungewohnte Perspektiven und damit einhergehende Möglichkeiten der Veränderung sind oftmals Teil eines dynamischen Prozesses, dessen Ursprung fernab der Technologie zu finden ist: Bei den Künstlerinnen und Künstlern, den Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, den Denkenden der Sozialwissenschaften und den Machenden aus der Kreativbranche. Hier dominiert der offene Erfahrungsaustausch um Neues zu schaffen: Das Teilen und gemeinsame Aufarbeiten von Wissen und kreativen Denkweisen führt zu frischen Prozessen und versteckten Innovationen, die jedoch oftmals außerhalb des bisher quantifizierbaren Bereichs liegen. Chancen, die sich durch Ideen aus der Kreativbranche und wissensbasierten Einrichtungen eröffnen, entstehen damit meist im Rahmen interdisziplinärer Zusammenarbeit, deren Ergebnisse nicht-technischer Natur sind. Der eigentliche Impact solcher Ideen und Entwicklungen auf unsere Gesellschaft entfaltet sich vorrangig innerhalb sozialer wie ökologischer Projekte, deren Mehrwert sich kaum in wirtschaftlich relevanten Zahlen ausdrücken lässt.
Breakout Session: Measuring Open and Cross Innovation
Im Rahmen der Cross Innovation Conference 2020, die Kreativschaffende, Beratende und Veranstaltende aus ganz Europa zusammenbrachte, um eigene Erfahrungen im Bereich „Cross Innovation“ zu teilen und zu debattieren, haben sich unsere Innovation Scouts (Projekt ‚Science Scout‘) mit dem Team des Cross Innovation Hub (Kreativ Gesellschaft Hamburg) zusammengetan: Gemeinsam gingen sie der Frage nach, wie die Auswirkungen nicht-technologischer Innovationen in Zeiten einer immer komplexer werdenden VUCA-Welt (lesen Sie mehr zu VUCA in unserem Artikel „Digital Leadership“) erfassbar sein könnte. In ihrer Breakout Session „Measuring Open and Cross Innovation“ zeigten sie auf, dass die ‚Welt der Innovation‘ lange von technologischen Entwicklungen und Erfindungen dominiert wurde, wodurch sie oftmals der reinen Logik der Quantität folgte, denn es gilt: Je mehr Patente vorliegen, desto innovativer ist das jeweilige Unternehmen oder die wissenschaftliche Einrichtung im öffentlichen Bewusstsein. Doch der Einfluss nicht-technischer Innovation wird immer relevanter, denn meist adressieren sie Schieflagen in unserer Gesellschaft und lösen Probleme dort, wo reine Technologie den Menschen nicht erreichen kann. Diese Art der kreativen Problemlösung lebt von ihren Prozessen und geht damit einen neuen Weg fernab der geschlossenen Innovations-Systeme. Komplexe Lösungen für eine komplexe Welt erfordern damit ein offenes System der Ideenfindung und -umsetzung, deren messbare Parameter noch ausgelotet werden müssen.
Demokratisierung von Wissen: Illustration nicht-technischer Innovation
Dieser Problematik widmet sich das Team von Science Scout und das des Cross Innovation Hub zudem in einem White Paper, welches zurzeit noch erarbeitet wird. Im Rahmen der unten verlinkten Breakout Session bietet unser Innovation Scout Bruno Marks erste Einblicke in das Papier und stellt den eigentlichen Scouting Prozess vor, der Innovationspotenzial der Wissenschaft auslotet, aufarbeitet und vermittelt. Darüber hinaus wird der Impact nicht-technischer Innovation durch eine ‚Case Study’ demonstriert, die unsere enge Zusammenarbeit mit Professor Georg Hajdu der HfMT Hamburg präsentiert und das Zustandekommen eines Forschungsprojekts zwischen der HfMT Hamburg im Bereich Multimediale Kompositionen und der Astrophysik der Universität Hamburg illustriert. An der vorgestellten Case Study wird insbesondere eins deutlich: Der Impact nicht-technischer Innovation verbirgt sich meist in der gesellschaftlich revolutionären, aber eben nur schwer sicht- und messbaren Demokratisierung von Wissen.
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Kontakt zu Science Scout:
Mareike Post
Redaktion „Science Scout“
Hamburg Innovation GmbH
Telefon: +49 40 76629-3153
E-Mail: post@hamburginnovation.de
Mehr zum Projekt: Cross Innovation Hub
Kontakt zu Cross Innovation Hub:
Jenny Kornmacher
Projektleitung „Cross Innovation Hub“
Telefon: +49 40 879 7986 21
E-Mail: Jenny.Kornmacher@kreativgesellschaft.org
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